Aktuelles Thema

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Meniskus & Kreuzband 

Meniskus:

Die Menisci sind ein immens wichtiger Bestandteil eines Kniegelenkes. Man unterscheidet einen Innen- und einen Außenmeniskus. Durch die Menisci wird die Belastung auf den Gelenkknorpel besser verteilt. Darüber hinaus haben die Menisci noch stabilisierende Funktion.
Wenn ein Riss bei einer sportlichen Verletzung oder akuten Verdrehung frisch aufgetreten ist, kann der Meniskus in vielen Fällen genäht werden. Auch bei älteren Patienten treten Meniskusschäden auf. Hier ist meistens die Gewebealterung des Meniskus selbst die Ursache für den (komplexen) Riss. Dieser kann in den meisten Fällen nicht genäht werden, da das Gewebe zu schwach ist. Daher muss ein Teil entfernt werden, um weiteren Schaden für den Knorpel zu vermeiden.

Kreuzband:

Das vordere Kreuzband besteht aus vielen tausenden Fasern, es hat stabilisierende Funktion für den gesamten Bewegungsablauf im Kniegelenk. Der Kreuzbandriss tut beim Ereignis weh, auch die Begleitverletzungen (Meniskus, Knorpel, Seitenbänder) können einen (längerdauernden) Schmerz verursachen. 

Wann operieren?

Ein akuter Kreuzbandriß muss nur in den seltensten Fällen auch akut operiert werden. Idealerweise operiert man einen frischen Riß etwa 6-8 Wochen nach der Verletzung, bzw. wenn das Knie wieder völlig abgeschwollen und reizlos ist. Physiotherapie hilft dabei. Begleitschäden sollten - je nach Typ - ehestmöglich versorgt werden.

Je nach Riss-Typ wird das komplette Kreuzband durch eine körpereigene Sehne ersetzt oder mittels "Schienung" wieder an die ursprüngliche Stelle gehaftet. Eine Reha/Physio ist wichtig nach der Operation, die "Freigabe" des Knies erfolgt schrittweise, zuerst in der Schiene.

Eine MRT Untersuchung (Magnetresonanz-Tomographie) ist das ideale Diagnostik-Tool, sowohl für den Meniskusschaden, als auch für die Kreuzband-Ruptur.

hier geht's zum Knie!

Knieverletzung oder -Verdrehung beim Sport

medialer Meniskusriss

Erklärung Funktion und Operation des Meniskus und Kreuzbandes

operativer Eingriff, kann je nach Größe auch tagesklinisch durchgeführt werden.

Der kindliche Knick-Plattfuss

Die Sorge um den „Plattfuß“ des Kindes ist eine der häufigsten Ursachen, weshalb besorgte Väter und Mütter mit ihren Sprösslingen den Orthopäden aufsuchen.

Kinder haben ein gänzlich anderes hormonelles Gefüge im Körper und verfügen noch nicht über die stabilisierende Wirkung der Geschlechts- und Wachstumshormone, die während der Pubertät sichtbar den kindlichen Körper beeinflussen. Deshalb besitzen normal entwickelte Kinder eine natürliche Muskelschwäche. Diese bewirkt zusammen mit einer anderen, kindlichen Stellung der Schenkelhälse (Antetorsion) im Hüftgelenk eine Knick-Plattfüßigkeit, die in den allermeisten Fällen keinerlei Therapie bedarf. Erst bei Schmerzen oder Einschränkungen beim Gehen oder Sport sollte eine Therapie begonnen werden. Man beginnt mit Spiraldynamik und evtl. spiraldynamischen Einlagen (auf keinen Fall passive Stützeinlagen!) oder sensomotorischen Einlagen. Sollte dies innerhalb 1-2 Jahre keinen Erfolg bringen, dann ist ein kleiner Eingriff mit einer Schraube (z.B. "Arthrorise" oder "Pro-Stop Schraube"), die in einem Hohlraum am Fussgewölbe (NICHT im Gelenk!) eingebracht wird und den Fuss aufrichtet und somit das Wachstum in die richtige Position lenkt. Der Eingriff soll/kann ab dem ca. 10 Lebensjahr durchgeführt werden.

vor der Operation

Wichtig ist die genaue Abklärung und Untersuchung. Auszuschliessen ist eine Coalitio, diese kann klinisch oder radiologisch mittels Röntgen oder CT bestimmt werden. Sind die Einschränkungen (Schmerzen, Fuss geht nach aussen) zu groß, ist die OP indiziert. Der Eingriff dauert ca. 20 Minuten für beide Füsse und ist sehr schonend, d.h. es wird kein Gelenk im kindlichen Fuss eröffnet, sondern die Schraube in einen natürlich bestehenden Hohlraum eingebracht, um den Fuss aufzurichten und das Wachstum in die richtige Position zu lenken. Ihr Kind kann normalerweise am nächsten Tag das Krankenhaus verlassen.

Vor der OP mit Arthrorise

nach der Operation

Ihr Kind kann an sich beide Füsse nach dem Eingriff voll belasten, am Beginn (für die ersten 10-14d) werden manchmal Krücken benötigt. Eine Physiotherapie zur Dehnung der Muskulatur ist unbedingt notwendig, da durch die Aufrichtung des Fussgewölbes erst die Verkürzung der Muskulatur sichtbar wird. Gut zu erkennen an der Stellung der grossen Zehen, die aber wieder normal wird. Ein Sportverbot sollte für 2-4 Wochen gelten.