Knie

Knieschmerzen können verschiedene Ursachen haben, angefangen bei Zerrungen von Muskeln und Sehen bis zur schweren Knorpelabnützung. Darüber hinaus verursachen Sportverletzungen akute Schmerzen und chronische Knieschäden. Eine umfassende Untersuchung sollte zu Beginn durchgeführt werden, zur Diagnostik gehört ein Röntgenbild und/oder MRI.

Konservative Therapie - Knorpelschäden, Arthrose und Verletzungen

Welche Therapie die richtige für Sie ist, werden wir bei der Untersuchung und beim Erstgespräch herausfinden.

Hyaluronsäure zur Knorpelkräftigung - "Knorpelaufbau", "Knorpelkur"

Mit zunehmenden Alter sinkt die Produktion von Nährstoffen für den Knorpel. Die Behandlung des Gelenks mit Hyaluronsäure mittels direkter Injektion verbessert die Knorpelsubstanz und die Gleitfähigkeit. Je nach Schweregrad der Abnützung sind 3-5 Injektionen notwendig.

Eigenbluttherapie zur Selbstheilung

Siehe auch die Seite: Eigenbluttherapie, auf der nochmals genau auf die Wirkungsweise eingegangen wird.
Folgender Einsatz ist sinnvoll:

  • Sehnen und Bandverletzungen, Muskelfaserrisse rund ums Knie
  • Sehnenentzündungen
  • Meniskus- und Kreuzbandverletzungen

Infiltration mit Kortison

Bei akuten Schmerzen hilft oft nur die Kortisonspritze, die sofort schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt. Meistens (in Abhängigkeit der Abnützung) ist eine folgende Knorpelkur sinnvoll.

Operative Therapie bei Sportverletzungen zum Erhalt des Kniegelenks

Sportverletzungen begleiten aktive Menschen oft ein ganzes Leben lang. Trotz Umsicht und gutem muskulären Schutz kann es zu akuten Verletzungen kommen, vorallem im Kniegelenk.

Meniskusriss

Ein Meniskusriss kann durch eine Sportverletzung (Z.B. Fußball oder Skifahren), eine unglückliche Drehbewegung oder im Rahmen altersbedingter Abnützungen bei Bagatellverletzungen entstehen.

Nach der entsprechenden Diagnostik (klinisch, MRI) kann ich Ihren Meniskus mittels einer Gelenkspiegelung ("Arthroskopie") glätten und die gerissenen Teile entfernen bzw. wieder annähen.

Kreuzbandriss

Ein Kreuzbandriss, meist das vordere Kreuzband betreffend ("VKB-Ruptur") sollte vor allem bei jungen und/oder aktiven Menschen operiert werden. Ziel ist es, die Stabilität wiederherzustellen und um Folgeschäden (Knorpel, Meniskus) zu vermeiden. Nach der entsprechenden Vorbesprechung werde ich den Eingriff arthoroskopisch durchführen. 

Eine physiotherapeutische Nachbehandlung und evtl. Reha ist erforderlich.

Kniescheibenluxation

Beim "Herausspringen" der Kniescheibe (=Luxation) oder beim "vorderen Knieschmerz" ist das innere Band zur Führung der Kniescheibe ("MPFL") verletzt.

In diesem Fall wird eine operative Korrektur angestrebt, um die Führung der Kniescheibe zu verbessern bzw. zu stabilisieren und den Schmerz beim Abbiegen zu eliminieren.

akute Knorpelablösung ("OD")

Durch ein direktes Trauma oder ohne spezieller Ursache kann sich ein Teil des gesunden Knorpels mitsamt dem darunterliegenden Knochen lösen.

Mit einer innovativen Schraube aus Knochenmaterial ("Shark-Screw") fixiere ich mini-open das abgehobene Knorpelteil (Siehe auch Shark-Screw Link).

Umstellungskorrektur bei Fehlstellung (z.B. X-Bein) oder Arthrose

Bei Fehlstellungen der Achse (O- oder X-Bein) bzw. einseitiger (mittelgrasiger) Abnützung kann ich Ihnen die Beinachse derart korrigieren, dass die Belastung entweder gleichmässig durchs Knie verläuft (bei Fehlstellungen) oder der gesunde Teil mehr beansprucht wird.

Operative Therapie bei Arthrose - Teilprothese ("Schlitten") oder totale Knieprothese ("KTEP")

Teilprothese Knie - Schlitten

Durch alte Verletzungen oder punktuelles Absterben von Knochen/Knorpelsubstanz (z.B. "Morbus Ahlbäck") kann nur ein Teil des Kniegelenks, meist der innere, betroffen sein. Sind andere Parameter im grünen Bereich - z.B. Alter, Beinachse, Gewicht, reicht es, den kaputten Anteil mit einer Teilprothese ("Schlitten") zu ersetzen.

 

In den meisten Fällen ist die Rehabilitation nach der Operation schneller als beim ganzen Knie, da weniger Wundfläche entsteht.

Totalprothese Knie - KTEP

Sind alle konservativen, gelenkerhaltenden Therapien ausgeschöpft und die Schmerzen werden unerträglich, hilft meist nur die Operation mit einem künstlichen Kniegelenk.
Immer mehr Patienten wünschen einen Gelenkersatz, der genau auf ihre Größe und Bedürfnisse angepasst ist.

Es werden mittels Computerberechnungen spezielle Schablonen für eine exakte Rekonstruktion des Gelenks hergestellt. Weiters wird die Größe der Knieprothese bereits vor der OP gemessen und angepasst. Damit erreicht man eine Minimierung des Blutverlusts und eine optimale Mobilität und Balance des Gelenks.